18. November 2019

Puppennähkurs bei Wollknoll (und ein freier Platz im Dezember)

Auch 2020 gibt wieder ein Puppennähkurs mit mir bei Wollknoll in Oberrot in Süddeutschland. Anders als meine Veranstaltungen sonst findet dieser Kurs nicht am Wochenende, sondern von Montag bis Mittwoch und zwar vom 27. bis 29. April statt.

An drei Tagen kann man gut etwas schaffen, mindestens eine Puppe natürlich, letztes Jahr nähten einige Frauen sogar zwei.

Alle Details zum Kurs findet ihr hier auf Seite 18, Anmeldung direkt bei Wollknoll. Bei Fragen könnt ihr mir aber natürlich gern an hello@mariengold.net schreiben.

Ich bin übrigens immer wieder hin und weg von dem umfangreichen und vielfältigen Kursprogramm von Wollknoll und kann allen Textilhandarbeitsbegeisterten nur empfehlen, dort einmal eine Veranstaltung zu buchen. Auch wenn es eigentlich Arbeit war, fühlte sich die Zeit „im Ländle“ letztes Jahr für mich wie Urlaub an und ich war sehr angetan und erfüllt von der Freundlichkeit der Menschen, der Schönheit der Natur und dem besonderen kreativen Geist dieses gar nicht so kleinen Familienunternehmens.

Wenn ihr dieses Jahr noch eine Puppe mit mir nähen möchtet, hätte am Wochenende 7./8. Dezember in Berlin Gelegenheit. Es ist der letzte Kurs des Jahres, in dem meist nur Weihachtspuppen genäht werden, entsprechend herzerwärmend und vorfreudig ist die Stimmung und vielleicht gibt es auch wieder selbstgebackene Kekse von mir. Wenn ihr dabei sein möchtet, meldet euch unter hello@mariengold.net.


15. November 2019

Kitty und Josa

Kitty ist 45 cm groß und hat marzipanfarbene Haut, hellbraunes Haar und graublaue Augen. Sie trägt das Outfit „Strampellatzhosen“ in Pink, Flieder und Rosa.

Josa ist ebenfalls 45 cm und hat marzipanfarbene Haut, rotes Haar und graublaue Augen. Sie trägt das Outfit „Strampellatzhosen“ in Violett und Rosa.

Die Puppen waren eine Wunschanfertigung für zwei Schwestern und sind bereits verkauft.

Bestellungen für die Puppe eures Herzens nehme ich gern an hello@mariengold.net entgegen. Preise und Details hier, Puppen für den Sofortkauf, sofern gerade verfügbar, hier.

Oder ihr fertigt sie selbst an. Dafür findet ihr in meinem Etsy-Shop verschiedene E-Books zur Herstellung von Puppen und Kleidung, passende Materialpackungen und weitere Produkte und Services zum Gleich-Loslegen.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals (außer die Babys), einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


13. November 2019

Meine neue Kolumne: Hallo, Frau Gold

Ich finde deinen Blog super! Nachdem ich deine Puppen gesehen hatte, habe ich selber eine genäht. Leider habe ich keine Nähmaschine. Ich bin 13 Jahre alt und mir macht so etwas total viel Spaß! Hier ist ein Bild von Livvy. Kannst du mir noch ein paar Tipps geben?

Lena, frisch puppennähverliebt

Liebe Lena,

deine Livvy sieht ganz toll aus! Ich mag sie, weil man ihr ansieht, dass du sie ganz allein mit deinen Händen genäht hast und dafür braucht man auch keine Nähmaschine, sondern nur ein bisschen Mut und ein großes Herz. Das sieht man den Puppen nämlich an, auch wenn sie am Ende vielleicht nicht so schön geworden sind, wie man es sich vorgestellt hatte. Meiner Erfahrung nach sind es gerade diese unvollkommenen Puppen mit den krummen Nähten, der ungleichmäßigen Füllung, dem schütteren Haar, den Falten am Hals oder dem schiefen Gesicht, die Menschen besonders anrühren, eben weil sie so sind wie wir: alles andere als perfekt, aber ausgesprochen liebenswert in ihrer Einzigartigkeit und Verletzlichkeit.

Käthe Kruse, die berühmte Puppenmacherin, hat einmal gesagt: „Die Hand geht dem Herzen nach, denn nur die Hand kann erzeugen, was durch die Hand wieder zum Herzen geht.“ Ich mag dieses Zitat sehr, denn es bedeutet, dass wenn wir etwas mit Liebe anfertigen, diese Liebe immer weiter wirkt und dort ihr Wunder vollbringt, wo es gebraucht wird. Das ist nichts oberflächliches, nichts, das man einer Puppe unbedingt ansieht, sondern vielmehr etwas, das man spürt, wenn man sie in die Hände nimmt und an sein Herz drückt. Vielleicht hat das auch schon einmal jemand über deine Livvy gesagt (und falls nicht, dann habe ich es hiermit getan).

Ich könnte dir natürlich ganz viele Tipps geben, weil ich schon 15 Jahre lang Puppen mache und auch viel Erfahrung mit Kursen habe. Aber ehrlich gesagt, finde ich viel spannender, was du aus dir selbst herausholst. Puppenmachen hat nämlich viel mit Bauchgefühl zu tun und das könnte durch allzu viel Anleitung von Profis verloren gehen. Deshalb rate ich dir für den Beginn erst einmal nur, einfach weiterzumachen und dich auszuprobieren. Genieße diese Zeit des Anfangens und Träumens, Herumtüftelns und Entdeckens. Rückblickend war es die beste, die ich mit den Puppen je hatte.

Ich wünsche dir ganz viel Freude und ein lachendes Herz dabei!

Maria

„Hallo, Frau Gold“, so beginnen tatsächlich viele E-Mails, die ich von Leserinnen und Kundinnen erhalte, meist mit Fragen zum Puppenmachen, die oft so interessant sind, dass mir die Idee kam, eine Auswahl hier auf meinem Blog zu beantworten, eine Art Ratgeber-Kolumne, aus dem Herzen geschrieben, auf dass sie euer Herz berühren und euer Puppenmachen inspirieren möge!

Wenn ihr auch eine Frage an Frau Gold habt – das bin natürlich ich, auch wenn ich einen anderen Namen habe -, schreibt an hello@mariengold.net.


8. November 2019

Rio für den Sofortkauf (verkauft)

Rio ist 40 cm groß und hat marzipanfarbene Haut, hellbraunes kurzes Strubbelhaar und graugrüne Augen. Er trägt hellbraune Cord-Latzhosen mit zwei großen Taschen, ein hellbeiges Shirt, braune Schuhe, ein safrangelbes Seidentüchlein und eine Häkelmütze im Farbverlauf Rosa, Grün, Violett.

Die Puppe ist für 205 Euro in meinem Etsy-Shop oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Puppen für den Sofortkauf, sofern gerade vorrätig, findet ihr hier, mein Portfolio hier und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinem Etsy-Shop erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals (die Babys jedoch nicht), einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


5. November 2019

Neuauflage: „Biegepüppchen selbst gemacht“ von Cristina Cevales-Labonde

Eins meiner Lieblingsbücher zum Puppenmachen ist „Biegepüppchen selbst gemacht“ von Cristina Cevales-Labonde, das ich vor sechs Jahren schon einmal ausführlich hier vorgestellt habe. Das Buch ist ein großer Erfolg und erschien vor Kurzem in einer erweiterten Neuauflage – und natürlich darf es nicht in meiner Sammlung fehlen!

Beim Durchblättern spürte ich gleich wieder, wie sehr mir das Buch mir am Herzen liegt. Die vielen stimmungsvollen Bilder, die ausführlichen Texte, die Geschichten und kleinen Details, das übersichtliche Layout, der warme Ton und die herzliche Ansprache der Leserinnen und Leser, alles ist liebevoll, sorgfältig und solide gestaltet. An Neuigkeiten gibt es mehr und bessere Abbildungen, weitere Figuren aus den Kulturen der Welt, Tiere, Accessoires und Zubehör sowie Ergänzungen zu den Reparaturen. Es wirkt wieder alles sehr rund und stimmig und lädt zum Träumen und Werkeln ein. Was mich besonders berührt, ist das neue Titelbild (obwohl ich das alte auch sehr mochte), da es die Schönheit und Bedeutung des friedlichen Miteinanders von Menschen in all ihrer Vielfalt ausdrückt. Dass Musik hier das verbindende Element darstellt, finde ich ebenfalls sehr gelungen.

Um mehr zu erfahren, stellte ich der Autorin ein paar Fragen:

Wie kam es zu dieser erweiterten Neuauflage?

Mein Lektor, Herr Martin Lintz vom Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus, kam auf mich zu.

Welche Ergänzungen waren Ihnen wichtig?

Abgesehen von vielen neuen und besseren Fotos, die sich aus der Arbeit in den letzten Jahren ergeben hatten, wollte ich in der neuen Auflage besonders auch einige Kulturen aufleben, sozusagen als Vertreter für die vielen Völker und Minderheiten auf der Erde. Von klein auf haben mich andere Völker immer fasziniert. Ihre Andersartigkeit fand ich spannend und dachte dabei oft an einen Strauß Blumen. Die Schönheit und Lebendigkeit entsteht ja gerade aus der Vielfalt und den Unterschieden heraus. Da für mich jede Blume einzigartig ist, konnte ich mir so eine Welt wünschen, in der die Menschen nebeneinander und miteinander leben, mit Toleranz und Respekt und ohne Bewertungen und Vorurteile. So gesehen sind meine Püppchen also ein politischer Beitrag.

Worin sehen Sie den besonderen Wert dieser kleinen Biegepüppchen?

Sich mit etwas zu verbinden, ist für mich die Basis für Vertrauen, Zuneigung und später für Verantwortung. In einer Zeit, in der wir oft überflutet werden mit Eindrücken, Infos und Materialien, ist die Liebe zu etwas der Anfang. So ist es für mich gar nicht so sehr wichtig, mit was sich die Kinder (und Erwachsenen) schlussendlich verbinden, ob es meine Püppchen sind oder etwas anderes. Wichtig ist der Anfang, dass wir uns überhaupt mit etwas beschäftigen, uns gemeinsam freuen und die Früchte der gemeinsamen Arbeit lieb gewinnen. Wie war die Stimmung miteinander? Was haben wir uns erzählt, worüber haben wir zusammen gelacht? Das finde ich wichtig. Und so ist es auch mit meinen Püppchen. Sie selbst herzustellen, sich mit dieser eigenen Puppe zu verbinden, kann viel Freude schenken. Es kann helfen, den Trubel um uns herum zu entschleunigen, weil wir uns Zeit nehmen für etwas, das wir selber herstellen, und eine Beziehung aufbauen.

Was schätzen Sie am Puppenmachen?

Wie verschieden die Puppen werden, finde ich spannend. Es sind wirklich alles kleine Unikate! Und wie kreativ wir sein können, wenn wir mit unterschiedlichen Stoffen und Haarfarbe usw. umgehen. Auch Kleinigkeiten, dass etwa nur ein winziger Stich an den Augen oder am Mund den ganzen Ausdruck verändern kann.

Welche Figur aus Ihrer Sammlung mögen Sie am meisten?

Zu Beginn meiner Beschäftigung mit den Puppen dachte ich, der feste Puppentrikot wäre praktischer. Dieser etwas dickere Stoff ist auch wirklich der einzige, der nie an den Händen und im Gesicht kaputt ging. Doch von Nahem betrachtet haben diese Puppen eine etwas grobere, aufdringliche Haut. So sind meine Lieblingspüppchen mehr die, deren Gesicht fein und fast glatt erscheint, wie etwa der Max auf Seite 18, die kleine Mila auf Seite 113 oder das Lieschen auf Seite 162. Der Nachteil ist allerdings, dass der weiche Trikotstoff empfindlicher ist. Von den Proportionen und vom Ausdruck her mag ich vor allem die kleinen Kindermodelle.

Bieten Sie Ihre Püppchen eigentlich auch zum Verkauf an? Und wie ist es mit Kursen?

Meistens entstehen die Puppen mit einem speziellen Auftrag. Dann planen wir zusammen den Stoff, die Farben und die Größe. Ich habe eigentlich nur selten welche da, die sozusagen übrig sind. Wir haben oft mit Eltern aus dem Kindergarten für Weihnachten, jeder für sich selbst privat oder für den Bazar, gebastelt. Kurse gebe ich auf Anfrage auch.

Vielen Dank, liebe Cristina, für dieses Interview und – von Puppenmacherin zu Puppenmacherein – weiterhin ganz viel Freude bei Ihrem Schaffen!

Cristina Cevales-Labonde: Biegepüppchen selbst gemacht, Verlag Freies Geistesleben, ISBN: 9783772529351, 26 Euro.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken,Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)