22. November 2017

Geschenkideen für Puppennähverliebte

1 Ende des Jahres brauchen fleißige Puppenmacherinnenhände eine riesengroße Portion Verwöhnung. Die Handschuhe von Magicstripes spenden Feuchtigkeit, regen die Hauterneuerung an und festigen, pflegen und glätten. Luxus pur für 12 Euro pro Paar, erhältlich in ausgewählten Kosmetikläden vor Ort und im Internet.

2 Kühles Kupfer außen, warmes Holz innen, mit einem eingebauten Magneten hält der Timeless Holder Büroklammern, Nähnadeln, Stecknadeln und was sich sonst an hübschen Kleinkram auf dem Werktisch findet. Erhältlich für ca. 43 Euro im Internet.

3 Schönes aus Wolle, dazu zählen auch Puppen und ihre Kleidung, braucht ab und zu eine pflegende und revitalisierende Wäsche, am besten mit Wollseife aus Rapsöl, Kokosnussöl und Citronella von HeyMamaWolf. Erhältlich für 9 Euro bei Etsy.

4 Menschen, die Stoffpuppen herstellen, fühlen sich oft auch verbunden mit der Waldorfpädagogik. Die erste Langzeitdokumentation über die ersten acht Schuljahre einer Waldorfschulklasse mit ihrer Lehrerin gibt es jetzt auf DVD. Erhältlich in der Triple-Edition für 29,95 Euro im Internet.

5 Im Selvedge Magazine dreht sich alles um textile Künste, mit großartigen Bildern, aufwendig recherchierten Geschichten und jedes Mal einem wahren Augenschmaus von Cover. Einzelausgaben für ca. 14 Euro oder ein Jahresabonnement für ca. 54 Euro, erhältlich direkt beim Verlag.

6 Wenn die ganze Welt es wissen soll: Puppennähverliebt-Anhänger als Schmuckstück, Talisman, Geschenkanhänger, Glückstaler oder Lesezeichen für Menschen, die Puppenmacherei lieben. Erhältlich zum Weihnachtssonderpreis für 18 statt 25 Euro in den Mariengold Shops bei Dawanda und Etsy.

7 Astrid forever! Der Lieblingsbildband „Astrid Lingren. Bilder ihres Lebens“ führt auf Entdeckungsreise durch das Leben der Ausnahmeschriftstellerin, einer „wunderbare(n) Frau, die sich gern und oft sichtlich amüsiert hat fotografieren lassen“, so Jacob Forsell aus dem Buch-Team, zu dem auch Margareta Strömstedt gehört, die bereits eine vielbeachtete Biografie über Astrid Lindgren geschrieben hat.

8 Kranich kann jeder, eine Einhorn-Stickschere dagegen sorgt für magic Regenbogenzauber im Fadenatelier. Erhältlich für ca. 9 Euro bei Etsy.

9 Raus aus dem Internet, rein ins echte Leben und auf zu einem Besuch im Puppentheater-Museum Berlin mit der liebsten virtuellen Puppennähbekanntschaft. Und danach ins herrlich altmodische Cafe Rix gleich ums Eck. Museumseintritt 5 Euro, Karten nur vor Ort erhältlich.

10 Das neue Jahr steht vor der Tür, Zeit für frischen Wind an den Wänden. Der „Now is better“-Kalender, designed in Berlin, kommt mit 600 verschiedenfarbigen Klebepunkten zum Planen von kleinen Freuden und Sammeln von großen Erinnerungen. Erhältlich für 19,90 Euro im Internet.

Das Internet ist voller schöner Dinge und guter Ideen. Wenn ihr Vorschläge und Links für die Reihe habt, schreibt gern an hello@mariengold.net. Die Geschenkideen der letzten Jahre findet ihr hier und hier, weitere Fundstücke hier.


20. November 2017

Glücksliste: Frost und Flauschig

Wieder November.

Wieder diese besondere Zeit.

Zeit der Innenkehr.

Stille.

Ankommen in Wärme und Geborgenheit.

How can we hang on to a dream?

Versöhnen und verwöhnen.

Den ganzen Tag eine Kerze brennen lassen.

Sterne aus farbigem Transparentpapier falten.

Atmen.

Herzwärmender Milchreis mit Safran und Orange.

Der Duft von Holzasche beim Nachmittagsspaziergang.

Hier und da vergessene Äpfel an den kahlen Bäumen entdecken.

Sich selbst manchmal auch vergessen fühlen.

(Auch das ist der November.)

Chokola’j. Genau danach ist mir jetzt.

How To Make Yogi Tea.

Sich selbst etwas zu sagen haben.

Und es auch so meinen.

Jede Sonnenstunde genießen, als wäre sie ein ganzer Sommer.

Büchern und Bageln im Friedrichshain.

Die unendliche Geschichte in der Parkaue.

Die unendliche Leseliste: „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon, „Das Geräusch der Dinge, die beginnen“ von Evita Greco, „Und es schmilzt“ von Lize Spit, „Das achte Leben (für Brillka)“ von Nino Haratischwili, „Nachtlichter“ von Amy Liptrop.

Maudie.

Einen großen Vorrat an Bienenwachskerzen anlegen.

Uromas sanftes Geheimnis.

Selbstgekochte Suppen erden.

Massagen auch.

Es gut sein lassen.

Milch & Moos.

Das Herz in den Advent führen.

Bester Wegweiser.

Auf die Venus am Nachthimmel warten.

Gut auf sich achten.

There is nothing wrong with being good to yourself.

Auch zu anderen gut sein.


17. November 2017

Lale

(Lale ist bereits verkauft. Lale is already sold.)

Lale is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Lale ist ein 30 cm großes Puppenbaby mit marzipanfarbener Haut, strohblondem Strubbelhaar, leuchtend blauen Augen, Granulat in Händen und Füßen, Grübchen in Ellbogen und Knien und einem Magnetschnuller. Sie trägt naturfarbene Windeln, hellrosa Latzhosen mit großen, gelben Punkten, ein Langarmshirt in Pink, dunkellila Schuhe und ein lila Häubchen.

Lale ist für 220 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier, ein DIY für Lales Schnuller hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


13. November 2017

Bücher: „Künstler machen Puppen für Kinder“ von Ulrike Zeit

Als ich vor zwölf Jahren mit der Puppenmacherei begann, fiel mir nach kurzer Zeit das Buch „Künstler machen Puppen für Kinder“ von Ulrike Zeit in die Hände. Ein Glücksfall, denn nach allem, was ich bis dahin zu dem Thema gelesen und gesehen hatte, wurde ich das Gefühl nicht los, dass es über das praktische Handwerk und die Impulse aus der Waldorfpädagogik hinaus doch mehr geben müsste, war auf der Suche nach einer kunst- und kulturgeschichtlichen Einordnung. Ich wollte alles über das Puppenmachen erfahren, wie es sich entwickelt hat und auch wo die Grenze zur Kunst verläuft, das war anfangs ein großes Thema für mich, jetzt nicht mehr. Antworten auf all meine Fragen fand ich in diesem bemerkenswerten Buch.

Ausgehend von einem neuen Begriff der Künstlerpuppe, bei dem es – im Gegensatz zum bloßen Sammelobjekt, das künstlerisch gestaltete Puppen bis dahin hauptsächlich waren, – um die Verwirklichung der Idee vom künstlerischen Gebrauchsgegenstand geht, spannt die Autorin einen weiten Bogen von den Reformpuppen des Münchner Kreises um Marion Kaulitz von 1908, über Käthe Kruse, Sasha Morgenthaler, Lotte Sievers und vielen mehr hin zu Elisabeth Pongratz, einer zeitgenössischen Puppenkünstlerin, die das Buch maßgeblich inspiriert und viel Material zur Verfügung gestellt hat.

All diese Puppenmacherinnen hatten gemeinsam, dass sie dem spielenden Kind eine feinfühlend gestaltete Puppe in die Hände geben wollten. Diese Idee war damals etwas ganze Neues. Sie war beeinflusst von verschiedenen Reformbewegungen um die vorletzte Jahrhundertwende etwa in der Pädagogik, Naturheilkunde und Architektur, bei denen es darum ging, die Kunst ins Leben zu tragen. In dieser Zeit entstand auch das Berufsbild des Designers, der industrielle Serienerzeugnisse mit einer zeitgemäßen, künstlerischen Form verbinden sollte. Diese Entwicklung betraf auch die Spielzeugherstellung. So wurden Puppenmacherinnen künstlerisch arbeitende Handwerkerinnen, die sich an der Realität der fabrikmäßigen Massenproduktion orientierten und gestalterische Konzepte für maschinell vervielfältigungsfähige Formen und Materialien entwickelten. Auch in der Puppenherstellung galt es, Funktionalität, Natürlichkeit und Schönheit zu verbinden und den Kindern Puppen mit Charakter und Individualität zum Spielen und Liebhaben zu geben.

Von diesem Geist sind auch die Puppen inspiriert und durchdrungen, die Puppenmacherinnen heute herstellen. Es gibt in dem Buch einen Abschnitt mit dem Titel „Puppenmachen als Handarbeit“ mit einem direkten Bezug. Darin geht es um die Pädagogin Ruth Zechlin, einer Wegbereiterin der Bauhaus-Idee für den Werk- und Handarbeitsunterricht. Sie war die erste, die Anleitungen zur Herstellung von Puppen und Kleidung schrieb und war überzeugt davon, dass jeder bis zu einem gewissen Grad selbst eine Spielpuppe mit einem individuellen Ausdruck anfertigen könne. So entwickelte sie die Grundlagen für das, was später die klassische Waldorfpuppe werden sollte.

Das Buch endet mit einem ausführlichen Kapiel über Elisabeth Pongratz, die 1979 begann, gewerblich Puppen zu machen. Sie bezeichnet ihre Puppen als „Neue Münchner Künstlerpuppen“ und erinnert damit an Marion Kaulitz, mit deren Arbeit 70 Jahre zuvor die Puppenreform begonnen hatte. Wieder geht es darum, einen künstlerisch gestalteten Gebrauchsgegenstand herzustellen, der aus der Perspektive des Kindes gedacht ist, immer der Frage folgend, welche Fantasiekräfte sich mit der Puppe anregen lassen. Auch Elisabeth Pongratz entscheidet sich bewusst für reproduzierbare Puppen und wählt für dafür den Werkstoff Holz. Bis heute stellt sie im Familienunternehmen ihre Künstlerpuppen her, die auf der ganzen Welt Anklang finden.

Diese Frage nach den Fantasiekräften ist auch für Puppenmacherinnen von heute ein wichtiger Leitstern. Zudem darf die Herstellung von Puppen in Handarbeit auch als Reaktion auf die industrielle Massenware verstanden werden, die kaum imstande ist, die Vorstellungskraft und Gefühlswelt der Kinder anzuregen, ganz abgesehen von den unnatürlichen Materialien und den Umständen, unter der sie in der Regel angefertigt wird. In diesem Sinne knüpfen gewerbliche Puppenmacherinnen heute direkt an die Reformideen von damals an, nur dass heutzutage vor allem Einzelstücke und kaum reproduzierbare Serientypen angefertigt werden, so dass die künstlerisch gestaltete Puppe auf dem Spielzeugmarkt eher eine Nische ausmacht.

Das Buch ist leider nur noch antiquarisch erhalten. Deshalb freue mich umso mehr, dass ich vor einiger Zeit eine Ausgabe zum Verlosen unter meinen Leserinnen und Lesern aufgestöbert habe. Das Buch ist nicht tiptop erhalten, hier und da finden sich kleine Liebesspuren, aber es ist immer noch in einem guten bis sehr guten Zustand. Wenn ihr es gewinnen möchtet, schreibt bis Dienstag Nacht an hello@mariengold.net. Viel, viel Glück!

Ulrike Zeit: Künstler machen Puppen für Kinder. Von Marion Kaulitz bis Elisabeth Pongratz, Verlag Puppen und Spielzeug, ISBN: 3874631915, nur noch antiquarisch erhältlich.

(Die Gewinnerin des Buches ist Andrea.)


10. November 2017

Suse

(Suse ist bereits verkauft. Suse is already sold.)

Suse is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Suse ist ein 40 cm großes Puppenkind mit marzipanfarbener Haut, goldblondem Haar und leuchtend blauen Augen. Sie trägt ein hellblaues Blümchenkleid, ein rosa Langarmshirt, pinkfarbene Leggings, einen karierten Rock in Weiß und Hellblau, dunkelblaue Schuhe, ein rotes Pünktchenkopftuch, eine blaue Mütze mit rosa Bommel und eine violette Umhängetasche mit Herz.

Suse ist für 220 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.

 


8. November 2017

PuppenMITmacherei 2017: Anfertigung der Kleidung

Welcome to the November meeting of the PuppenMITmacherei 2017, a doll make-along by NATURKINDER and Mariengold. Our dolls are now finally completed and ready to be dressed: Time to play with fabrics and yarns, colors and patterns! I must admit that I was quite stuck with my wooden head doll during the last weeks and had no idea how to go on. I even considered to undo everything und only keep the bare head as a memory of this little episode in my doll-maker’s life. But when I came back from my short trip to the mountains last week, I noticed that she is perfect and I really want to see her dressed. There is a big pile of beautiful old garments of mine in my studio that I collected over the years for something special. And she is definitely someone special. Can’t wait to see her dressed in December. An online translator can be found here, more details about the initiative here. If you take part in the PuppenMITmacherei and write about it on your blog or social media, don’t forget to link your article at NATURKINDER today. Our social media hashtag is #puppenmitmacherei. Caro and I wish you great joy in making your doll outfits today.

Herzlich Willkommen zum November-Treffen der PuppenMITmacherei von NATURKINDER und Mariengold. Die Puppen sind jetzt fertig genäht und rundherum gestaltet und warten auf ihre Kleidung. Diese anzufertigen gehört für die allermeisten Puppennähverliebten zu den Lieblingsaufgaben, denn es darf nach Herzenslust mit Stoffen und Garnen, Farben und Mustern gespielt werden. Neben Gesicht, Haaren und Details, um die es letzten Monat ging, ist die Kleidung eine wunderbare Möglichkeit, die Persönlichkeit einer Puppe herauszuarbeiten, die Wünsche der Kinder umzusetzen oder gleich mit ihnen gemeinsam ans Werk zu gehen, das macht Spaß und schafft Verbindung. Los geht’s!

Wenn ihr bei der PuppenMITmacherei dabei seid und auf eurem Blog oder in den sozialen Medien darüber berichtet, denkt bitte daran, eure Beiträge zum heutigen Thema bei NATURKINDER zu verlinken. Unser Hashtag für die sozialen Netzwerke lautet #puppenmitmacherei.

Kleidung

Seit unserem letzten Treffen sind einige Wochen vergangen und mein Holzköpfchen hat immer noch nichts anzuziehen. Ich muss nämlich zugeben, dass ich lange Zeit stecken geblieben war und überhaupt nicht wusste, wie es mit der Puppe weitergehen soll. Ich habe sogar darüber nachgedacht, alles rückgängig zu machen und nur den kahlen Kopf, wie er es jahrelang war, als Erinnerung an diese kleine Episode in meinem Puppenmacherinnenleben aufzubewahren. Nach meiner Rückkehr aus der Steiermark war aber alles klar und ich sah, was ich vorher nicht so recht sehen konnte: dass sie wunderschön ist und ich sie unbedingt einkleiden möchte.

Mit den Jahren ist in meiner Werkstatt ein hübsch anzusehender Stapel mit abgelegten Kleidern von mir in meinen Lieblingsfarben zusammengekommen, die ich für etwas Besonderes aufbewahrt habe. Mein Holzköpfchen ist so jemand Besonderes und ich freue mich sehr darauf, in den nächsten Wochen bis zum letzten Treffen hier aus den Vollen schöpfen zu können und den alten Kleidern neues Leben zu schenken.

Ein bisschen lesen sie sich wie ein Tagebuch. Jedes Stück erzählt eine Geschichte, nichts Weltbewegendes wie ein Hochzeitskleid oder das erste Paar hochhackige Schuhe, aber ich weiß noch genau, in welcher Zeit ich es getragen habe, was damals in meinem Leben los war und auch warum ich mich von ihm verabschiedet habe. Zum Beispiel der weiße Wollschal mit den Rosentupfen von Noa Noa, das älteste Teil in dieser Sammlung, bestimmt zehn Jahre alt, den habe ich getragen, als ich meine Tochter mit dem Buggy durch den Prenzlauer Berg geschoben habe. Das geliebte beerenrote Seidenshirt, das mich mit einem Paar schwarzer Skinny-Jeans durch den Sommer 2015 getragen hat, bis ich es mit einem Klecks Vanilleeis ruinierte. Der Stoff mit den Herzen, der vor dreieinhalb Jahren in Julias Garten entstanden ist, die Farbe mittlerweile nicht mehr so leuchtend wie damals. Das Hemd mit dem Meer aus Aquarellblüten, das ich zwei Winter unter meinem weinroten Lieblingspullover getragen habe, die Ärmel immer gerade so hoch gekrempelt, dass die geblümten Manschetten erkennbar waren.

Worin ich mein Holzköfchen sehe: Leichte Hosen, vielleicht ein bisschen wie eine Karotte geschnitten, aus dem hellblauen Leinen von Maarit, in das sie damals sorgfältig die geschnitzten Hände und Füße verpackt hat, damit ich sie sicher nach Hause transportieren konnte. Ein weiter Pullover, wie ich ihn selbst gern trage. Eine Kette mit einem geliebten Anhänger aus Annas Schmiede, der mich seit Jahren begleitet, wenn ich ihn auch nie als Schmuck getragen habe. Ein Haarband, wie es mir seit einiger Zeit nicht mehr aus dem Kopf geht. Der zartrosa Seidenschal von einem alten Freund, den ich längst aus den Augen verloren habe. Keine Schuhe, weil ich ihre Holzfüße so entzückend finde.

Und vielleicht neue Haare, denn so richtig glücklich bin ich mit dem schwarzen Stroh nicht. Sie braucht etwas Weiches.

Wie es weitergeht

Am Mittwoch, den 6. Dezember ist unser großes Finale, dann zeigen sich die Puppen in voller Pracht, Schalk- und Fabelhaftigkeit. Bis dahin wünschen Caro und ich euch frohes Schneidern und Werkeln und eine liebevolle Tuchfühlung mit euren Goldstücken! Wir freuen uns sehr auf euch und die Puppen in fünf Wochen.

Mehr zu PuppenMITmacherei findet ihr hier.


7. November 2017

Puppennähkurse und Workshops 2018

Was ich an meiner Arbeit als Puppenmacherin am liebsten mag? Ganz klar, das gemeinsame Werkeln mit euch in meinen Kursen und Workshops. Mit den Jahren ist meine Freude am Unterrichten immer größer geworden und hat sich meine Expertise in diesem Bereich mehr und mehr entfaltet. Anderen Menschen das Handwerk meines Herzens beizubringen und die Freude an der Puppenmacherei zu teilen, bedeutet mir sehr, sehr viel und motiviert mich, mein Kursprogramm immer weiter auszubauen und Formate zu entwickeln, die mir und vor allem euch Spaß machen, das Herz heben und fernab vom Internet echte Erlebnisse schaffen, Austausch und Miteinander ermöglichen und das Wir-Gefühl von Puppennähverliebten stärken.

Dank der anhaltend großen Nachfrage gibt es auch 2018 wieder einen Wochenend-Puppennähkurs pro Monat plus einen Kurs in Wien, zwei Filzkopfkurse sowie einen mehrtägigen Puppenmacherei-Workshop auf dem Land, die letzten beiden zusammen mit meiner Freundin Laura von 1000 Rehe. Ich freue mich auf das neue Jahr, ich freue mich auf euch und eure Puppen.

Puppennähkurse in Berlin

An einem Wochenende entsteht unter meiner Anleitung unter euren Händen eine komplette Puppe. Die Frauen kommen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz (und manchmal auch von weiter her). Es sind immer sehr herzliche Runden, es wird viel gelacht und geschnackt und natürlich sich von Herzen über die Puppen/macherei gefreut.

14./14. Januar – ausgebucht, Warteliste

27./28. Januar in Wien – ausgebucht, Warteliste

17./18. Februar

17./18. März

14./15. April

5./6. Mai

2./3. Juni

14./15. Juli

25./26. August

8./9. September

13./14. Oktober

3./4. November – nur noch 1 freier Platz

1./2. Dezember

Alle Details findet ihr hier, kleine Einblicke in meine Kurse hier. Anmeldung an hello@mariengold.net.

Filzkopfkurse in Berlin

Laura und ich zeigen euch, wie ihr mit Hilfe der Filznadeltechnik individuelle Puppenköpfe nach euren ganz eigenen Vorstellungen anfertigen könnt. Am Ende des Tages haltet ihr ein fertiges Köpfchen in den Händen und habt auch selbst rotgefärbte Wangen vor Aufregung und Glück, versprochen.

30. Juni

22. September

Die Details findet ihr hier, mehr über Lauras und mein Filzkopfprojekt sowie Einblicke in unsere Kurse hier. Anmeldung an hello@mariengold.net.

Landpartie für Puppennähverliebte im Hohen Fläming

Im Mai haben Laura und ich unter dem Motto „Werkeln und Wohlfühlen“ unseren ersten mehrtägigen Workshop auf dem Land gegeben, für uns beide ein ganz besonderes Highlight dieses Puppennähjahres. Also geht es 2018 in die nächste Runde: Wir nehmen uns ganz viel Zeit fürs Puppenmachen, für Fragen und Inspiration, genießen die Natur und werkeln an unseren Puppen, verwöhnen Leib und Seele und arbeiten weiter an den Puppen, schlafen gut und träumen von den Puppen, … you get the idea.

23. bis 27. Mai – ausgebucht, Warteliste

Eine ausführliche Beschreibung findet ihr hier, einen Bericht über die Landpartie 2017 hier. Anmeldung an hello@mariengold.net.

Ich würde mich sehr, sehr freuen, euch in einem meiner Kurse begrüßen und mit euch gemeinsam Puppen nähen zu dürfen.

Eindrücke von meinen Kursen findet ihr hier.


6. November 2017

Ein Bild und ein Moment (vom ersten Kurs im November)

Der beste Teil meiner Arbeit als Puppenmacherin sind meine Kurse, in denen ich anderen Menschen das Handwerk meines Herzens beibringe. In dieser Blogreihe teile ich mit euch von jedem Kurs ein Bild und einen von vielen besonderen Momenten.

Immer am ersten Novemberwochenende findet mein jährlicher Puppennähkurs in der Kinderstube Goldtröpfchen, einer kleinen waldorforientierten Kindertagespflegestelle statt. Dieser Kurs im Herzen Westberlins gehört zu meinen Lieblingsterminen des Jahres. Das liegt auch an einem kleinen Stamm von Frauen, die fast jedes Jahr dabei und mittlerweile liebgewonnene Puppennähfreundinnnen geworden sind. 2018 sehen wir uns wieder.

Die nächsten Kurse bis einschließlich Januar sind bereits ausgebucht, ab Februar gibt es wieder viele freie Plätze. Das komplette Programm für das kommende Jahr findet ihr jetzt hier, mehr dazu morgen. Anmeldung (auch für die Warteliste) an hello@mariengold.net.

Weitere Artikel zum gemeinsamen Puppennähen in Berlin findet ihr hier.


3. November 2017

Immer wieder die Berge

Wir drei können gut in einer kleinen Hütte sein, irgendwo im Nirgendwo, dieses Mal wieder in der Steiermark. Wohnküche und Schlafkammer, ein weiter Ausblick und gute Aussichten, ein vertrauter Ort und ein offenes Herz, mehr braucht es nicht. Rausgehen beim jedem Wetter, heimkommen mit rotgefreuten Wangen, frischen Gedanken und frohem Gemüt. Der Duft von Holzasche und ein kleiner fester Apfel in der Hand. Endlich genug Zeit für DIE ZEIT. Und für den Fänger im Roggen. Die Nase immer in einem Buch oder in der Sonne. Morgens zwei große Tassen Gewürztee mit Milch und Honig. Das Murmeln des Baches als ständiger Begleiter. Nebel, der sich langsam durch das Tal schiebt. Leben, das sich zurückzieht. Und auch wir gehen nach innen. Bindfadenregen und Sturmnächte. Aufwachen im ersten Schnee. Die nassgelaufenen Schuhe am Küchenofen trocknen. Zum ersten Mal angeln und räuchern. Martinsgansessen mit alten und neuen Freunden. Heimeliges Leuchten in der Dunkelheit. Ankommen im tiefsten Herbst und die Gewissheit: Es gibt immer irgendwo ein Licht.


20. Oktober 2017

Henni

(Henni ist bereits verkauft. Henni is already sold.)

Henni is now available in my webshops at Etsy and Dawanda. Find more pictures of my dolls in my portfolio. Custom orders are welcome to hello@mariengold.net.

Henni ist ein 40 cm großes Puppenkind mit aprikosenfarbener Haut, hellblondem Haar und leuchtend blauen Augen. Es trägt weite Denimhosen, einen lila Rock mit Wellenmuster, ein weißes Langarmshirt, violette Schuhe, ein Ringelbandeau in Lila und Schwarz, eine dunkelblaue Mütze mit lavendelfarbenem Bommel und einen pinkfarbenem Rucksack mit blauem Knopf und rosa Bindebändern.

Henni ist für 225 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier, ein DIY für Hennis Ringelbandeau hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals, einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Speziell bei den Babypuppen entsteht es manchmal auch durch eine spezielle Häkeltechnik, bei der die Außenseite der Perücke so flauschig wird, dass sie wie natürlicher Babyflaum aussieht. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.